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Corporate Citizenship

 

 

 

Die Vorträge des Symposiums 2006:

Wolfgang Schäuble, Bundesinnenminister

Prof. Jutta Allmendinger, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Rainer Barcikowski, EKO Stahl

Richard Gaul, BMW AG

Volker Hasewinkel, Deutsche Telekom AG

Helmut Hochschild,
Rütli-Schule

Otto  Kentzler, ZDH-Präsident

Martina Niemann,
Deutsche Bahn AG

Günter Piening, Integrationsbeauftragter Berlin

Methap Sanli, Projekt "frühstart" der Herbert-Quandt-Stiftung der Altana AG

Gundel Schümer, Max-Planck-Institut

Nihat Sorgec, Türkisch-Deutsche Industrie- und Handelshammer

Hans Wall, Wall AG 


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Integration und Unternehmen -
Engagement, Verantwortung, Interesse

Mehr als 300 Gäste kamen am 27. Juni 2006 ins Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin, wo das Sommersymposium der Initiative Freiheit und Verantwortung stattfand. Es stand dieses Jahr unter dem Motto „Integration und Unternehmen - Engagement, Verantwortung, Interesse“. Die Initiative griff die öffentliche Debatte über die unzureichende Eingliederung von Migranten auf.

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt und Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble sprachen sich für eine neue Integrationspolitik aus. Innenminister Schäuble betonte, Integration beginne mit der Einsicht, dass sie keine Bedrohung sei, sondern eine Bereicherung. Zur besseren Integration ungelernter Ausländer forderte Schäuble Reformen im Niedriglohn-Bereich. Arbeitgeberpräsident Hundt erklärte, der Schlüssel für eine gelungene Integration liege in der Bildung und dem Erlernen der deutschen Sprache. Hier engagiere sich die Wirtschaft. Es gebe wohl kaum einen Bereich, sagte WirtschaftsWoche-Autor Christian Ramthun, in dem  gesellschaftliche Verantwortung der Wirtschaft heute mehr gefragt sei als bei der Integration von Zuwanderern.

Prof. Jutta Allmendinger vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wies darauf hin, dass sich der Anteil von Jugendlichen mit Migrationshintergrund an allen Auszubildenden seit den Neunzigerjahren auf 5,6 Prozent nahezu halbiert hat. Wichtigster Grund dafür sei ein oft katastrophales Bildungsniveau; rund 40 Prozent erreichten nicht einmal das Mindestniveau von Lesekompetenzen, die für eine Ausbildung notwendig seien. Allerdings hätten es auch die Migranten, die eine Ausbildung schafften, später schwerer, einen Arbeitsplatz zu finden. Auch Handwerkspräsident Otto Kentzler bedauerte, dass die Ausbildungsreife von Migrantenkindern kontinuierlich sinke, und forderte ein besseres Sprach- und Leseangebot in Schulen und Kindergärten.

In Diskussionen und Workshops diskutierten Vertreter von Unternehmen, Schulen, gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Einrichtungen über das bestehende und mögliche Engagement der Wirtschaft, um die Integration von Migrantenkindern zu fördern. Die Kurzbeiträge finden sich in der linken Spalte.

 

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